Tanja Bern unterschreibt für KopfKino-Projekt

Die Tinte unter den Verträgen ist trocken!
Ab heute bereichert die beliebte Autorin Tanja Bern aus Gelsenkirchen Team und Programm des KopfKino-Projektes mit ihren romantischen und bewegenden Geschichten. Zunächst sind drei aufeinander aufbauende, aber dennoch jeweils in sich abgeschlossene Novellen über die Liebe zwischen dem Deutschen Ben und der Irin Hanna für dieses und nächstes Jahr fest vereinbart. Alle drei erscheinen als Kindle eBooks, aber auch als Hörbücher und schlussendlich zusammengefasst als Taschenbuch.

Wie es zu der Zusammenarbeit mit dem KopfKino-Verlag kam und was Tanja Bern selbst dazu sagt, lest Ihr hier. Solche Geschichten schreibt mitunter nur das Leben selbst:

Anfang 2015 las KopfKino-Gründer Thomas Dellenbusch eine fantastische Rezension über eine Irland-Novelle auf dem Bücherblog „Ka-Sa's Buchfinder“, obwohl die Rezensentin Katja Koesterke Novellen eigentlich nicht so mag. Thomas Dellenbusch kaufte und las diese Novelle, erstens weil die Rezension eine besonders tolle Geschichte versprach, zweitens weil sich das KopfKino-Projekt auf Novellen spezialisiert hat und drittens weil er selbst passionierter Irland-Urlauber ist.

Die romantische Geschichte zwischen Ben und Hanna im Südwesten Irlands hat ihn sehr berührt und der sprachlich gekonnte und feinfühlige Schreibstil der Autorin sehr beeindruckt. Es handelte sich um die Novelle „Distant Shore“ von Tanja Bern, erschienen 2014 im Oldigor-Verlag. Über Facebook suchte Thomas den Kontakt zu der Autorin, und so kamen beide ins Gespräch. In dessen Verlauf lernte Tanja das auf „Novellen als Vorlesegeschichten“ spezialisierte Konzept des KopfKino-Verlages kennen und war sofort begeistert. Schnell war der Wunsch geboren, beizeiten auch mal eine Novelle für die KopfKino-Reihe zu schreiben, nicht zuletzt weil jede KopfKino-Geschichte auch als Hörbuch vertont und angeboten wird.

Gerade in Anbetracht dieses Aspektes drängte sich den beiden plötzlich eine ganz andere Idee auf.

Vielleicht ließe sich mit dem Oldigor-Verlag ja eine Kooperation vereinbaren, die Rechte an der Produktion eines Hörbuches von „Distant Shore“ in Unterlizenz an den KopfKino-Verlag zu vergeben. Was Thomas Dellenbusch zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war die Tatsache, dass von der Autorin ursprünglich noch zwei weitere Fortsetzungen von „Distant Shore“ geplant waren.

Die Literatur-Agentur Ashera, von der Tanja Bern betreut wird, unterbreitete dem Oldigor-Verlag diesen Vorschlag und erfreulicherweise war dieser sehr angetan von der Vorstellung, dass alle drei Teile von „Distant Shore“ auch als Hörbuch und dann später auch als komplettes Taschenbuch erscheinen sollten. Um jedoch einerseits eine aufgesplittete Verlegerschaft für „Distant Shore“ zu vermeiden und sich andererseits stärker auf die kommenden Romanprojekte zu konzentrieren, erklärte sich der Verlag dankenswerterweise bereit, die gesamten Rechte an "Distant Shore" an die Autorin zurückzugeben, so dass nun alle Erscheinungsformen (eBooks, Hörbücher und Taschenbuch) unter einem Dach einheitlich neu veröffentlicht werden können.

Und heute ist der KopfKino-Verlag sehr stolz, Tanja Bern im Team seiner Autor/innen begrüßen zu dürfen.

Aus diesem Anlass stellten wir der bekannten Autorin ein paar Fragen. Das Interview führte KopfKino-Gründer Thomas Dellenbusch.

RdGLesung

Tanja, herzlich willkommen im Team von „Mein KopfKino“. Wir alle freuen uns sehr, Dich dabei zu haben und auch auf die Zusammenarbeit. Du hast ja bereits einige Romane im Oldigor-Verlag veröffentlicht. Was schätzt Du an der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Oldigor besonders?

Tanja Bern: Ich weiß noch, dass ich an meinem Geburtstag die Mail von meiner Agentin bekam, dass gleich zwei Verlage Interesse an meinem Mystery-Krimi „Ruf der Geister“ hatten. Ich glaube, das war im Dezember 2012 das schönste Geschenk. Nun hatte ich quasi die Qual der Wahl und entschied mich für Oldigor, da mir viele Dinge einfach sehr positiv aufgefallen waren (die Buchcover und die tolle Homepage zum Beispiel). Zudem hatte ich bereits über Facebook einen netten Kontakt zu der Verlegerin Andrea Wölk. Später durfte ich Ideen bei der Covergestaltung mit einbringen, es ist immer ein sehr familiäres Verhältnis und nicht zuletzt war das Lektorat völlig unkompliziert und spannend. Mein Fantasy-Roman „Der silberne Flügel“ hat sich dann fast ein wenig verselbständigt und fand ebenso ein Zuhause in diesem Verlag. „Distant Shore“ war längst geschrieben, als Andrea Wölk mich fragte, ob ich nicht eine Novelle für sie hätte. Sie suche noch gezielt nach neuen eBooks, die eben etwas kürzer seien. Vorerst blieb es dann bei der einen Geschichte, aber als Du dann auf mich zukamst, flammte wieder dieser Wunsch auf, mehr aus meinem Irland-Liebling zu machen. Und ich bin dem Oldigor Verlag unendlich dankbar, dass er das nun ermöglicht.

Wie Du weißt, war ich selbst vom ersten Teil der Distant-Shore-Trilogie begeistert, und ich freue mich sehr darauf, sie ab Oktober 2015 neu herauszugeben. Worauf dürfen sich KopfKino-Fans dann freuen? Worum geht es in der Geschichte?

Tanja Bern: Die Story beginnt etwas traurig, denn Ben verliert seine Schwester Kristin und muss nun mit ihrem Tod zurechtkommen. Was er nicht weiß: sie hat für ihn einen Urlaub in ihrem geliebten Irland gebucht, weil sie ahnte, dass Ben dort zu sich selbst finden könne. Obwohl er eigentlich nicht der Typ für die nordischen Länder ist, lässt er sich darauf ein und fährt nach Kerry. Dort begegnet er der Irin Hanna, zu der er sich sofort hingezogen fühlt. Aber sie verbirgt ein Geheimnis und hält Ben einerseits etwas auf Abstand, sucht aber andererseits auch seine Nähe. Ben verliebt sich in dieses wildromantische Land und verliert an Hanna sein Herz. Dann wird sie plötzlich vermisst, und Ben setzt alles daran sie zu finden ...

Nur wenige Tage nach Erscheinen des eBooks, vermutlich am 03. Oktober 2015, wird auch schon die Hörbuch-Fassung von „Distant Shore Teil 1“ erhältlich sein. In dieser Fassung wirst Du selbst der Hanna Deine Stimme geben. So werden Deine vielen Fans Tanja Bern nicht nur lesen, sondern auch hören können. Du arbeitest nun schon viele Jahre erfolgreich als Autorin. Ist die Vertonung Deiner Geschichten auch für Dich ein neuer Schritt, und was macht für Dich das Reizvolle daran aus?

Tanja Bern: Jein, so ganz neu ist es nicht. Ich habe schon öfter kleine Geschichten eingesprochen und habe letztes Jahr sogar an einer Radiosendung für das „Deutschlandradio Kultur“ mitgewirkt. Aber es ist das erste Mal, dass ein Hörbuch, in dem ich mitspreche, auch veröffentlicht wird. Deshalb freue ich mich ganz besonders darauf. Meine zahlreichen Lesungen haben mich natürlich zusätzlich geschult. Ich liebe es einfach, in die verschiedenen Rollen einzutauchen − da ist vielleicht auch ein kleiner Schauspieler an mir verloren gegangen. Ich kann mich emotional sehr einfühlen, besonders das reizt mich. Ich empfinde dann sehr ähnlich wie der Charakter, und das ist schon sehr spannend.

Du arbeitest bekanntlich mit vielen Verlagen zusammen, darunter kleinere Verlage, aber auch sehr große, internationale Verlage. Man kann diese Feststellung aber auch andersherum formulieren: Viele Verlage wollen mit Dir arbeiten! Angesichts der Tatsache, dass so viele Autoren keinen Verlag finden, spricht das sehr deutlich für Deine Art zu schreiben. Dafür, dass Du Leser fesseln und begeistern kannst. Woher kommt das? Wann und wie hast Du dieses Talent entdeckt, und was ist wohl das Geheimnis Deiner „Schreibe“?

Tanja Bern: Das versuche ich selbst noch zu ergründen. Wie meine Romane, begann diese Sache wirklich sehr mystisch. Schon als Kind habe ich mir ziemlich komplexe Geschichten ausgedacht, aber das war eben meine Fantasie, die ich sehr stark ausgelebt habe. Als Jugendliche habe ich mich dann auch mal an kleinen Texten versucht, das ist aber alles ziemlich dilettantisch geworden. Ich hatte ein ganz bestimmtes Gefühl, welches ich dann in jedem Buch suchte, aber einfach nicht fand. Da war etwas, das ich einfach nicht greifen konnte, was mich aber auch nicht loslassen wollte.

Ich erfüllte mir dann mit 24 Jahren den Traum, nach Irland zu reisen. Und dort geschah etwas mit mir. Schon, als ich aus dem Flugzeug stieg, war mir, als sei ich zu Hause. Dieser ganze Urlaub prägte mich so sehr wie noch nie zuvor. Flüchtig huschten auch wieder diese Ideen durch meine Gedanken, und in Irland nahm es das erste Mal Gestalt an, zumindest in meinem Inneren. Als ich wieder im Ruhrgebiet war, trauerte ich regelrecht, da ich mich fühlte, als hätte ich etwas sehr Kostbares zurückgelassen. Ich konnte gar nicht anders, ich musste meiner Sehnsucht irgendwie ein Ventil geben. Spontan begann ich, über Irland zu schreiben. Da erwachte meine erste Geschichte „Das Tal im Nebel“ und stieg wie ein Phoenix aus mir hervor. Das mag poetisch klingen, aber ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll. Plötzlich lief in meinem Kopf ein Film ab, und ich steckte mittendrin. Natürlich musste diese erste Story noch recht oft überarbeitet werden, aber seitdem schreibe ich.

Es kommt aus irgendeinem Winkel meiner Seele. Manchmal fühlt es sich an, als hätte ich dort ein Portal, das ich öffnen kann − nicht immer, aber eben doch sehr oft. Und dann kann ich regelrecht sehen, was mit den Charakteren passiert. Natürlich musste ich unheimlich viel lernen, aber da bin ich immer schon ehrgeizig gewesen. Ich beschäftige mich intensiv mit der Handwerkskunst des Schreibens, tausche mich mit Kollegen aus, sauge die Ratschläge der Lektoren wie ein Schwamm auf. Vielleicht kann ich die Leser deshalb so fesseln, weil ich beim Schreiben völlig in den Figuren versinke. Ich fühle dann wie sie, kann das dann auch gut in Worte fassen und dadurch erreichen, dass der Leser es ebenso fühlt, wenn er die Szenen liest. Aber das wahre Geheimnis − Wo kommen die Geschichten her? − liegt wohl irgendwo ganz tief in mir verborgen. Manchmal ist es gut, wenn solche Schätze unauffindbar bleiben und man sie einfach dankbar annimmt, ohne alles immer wieder zu hinterfragen. Das habe ich im Laufe der Jahre für mich erkannt.

Abschließend zurück zum KopfKino-Projekt. Die Idee, den Fernseher mal ausgeschaltet zu lassen und sich stattdessen gegenseitig eine Novelle vorzulesen, erscheint vielen erst einmal gewöhnungsbedürftig. Sagen wir so: „Mainstream“ ist was anderes. Trotzdem hat es Dir diese Idee von Anfang an angetan. Und der heutige Tag zeigt, dass Du Dich mit diesem Projekt identifizierst. Was erhoffst oder erwartest Du Dir von dieser Zusammenarbeit und was wünschst Du Dir für die Zukunft?

Tanja Bern: Ich lese einfach unheimlich gerne vor, meiner Tochter, auf Lesungen oder einfach mal so nur für mich. Wie das Schreiben, muss man das Vorlesen aber üben, ein Gefühl dafür entwickeln. Bei Lesungen muss ich zum Beispiel das Publikum etwas ausblenden. Ich lasse sie teilhaben, schaue sie auch hin und wieder an, um zu verdeutlichen, dass ich dies hier nur für sie lese, aber innerlich bin ich doch ziemlich in meinen Texten drin. Von daher konnte ich mich sofort mit dem Konzept Deines Verlages identifizieren. Ich erhoffe mir jetzt natürlich viele Leser, die ich nach Irland entführen darf. Es geht ja schon ein kleiner Traum in Erfüllung, dass aus „Distant Shore“ so ein großes Projekt wird. Von daher sehe ich sehr positiv in die Zukunft. Anhand unserer bisherigen Gespräche haben wir ja schon festgestellt, dass wir beide auf einer Wellenlinie schwimmen. Die Zusammenarbeit kann also nur gut werden. Ich freue mich schon sehr auf den September, wenn wir das Hörbuch aufnehmen. Gespannt bin ich auch auf das neue Cover. Auch da haben wir ja schon Ideen ausgetauscht. Ich glaube, den Leser erwartet da etwas Wunderbares, wo sehr viel Herz dran hängt.

Für den KopfKino-Verlag wünsche ich mir, dass ganz viele Menschen wieder lernen, sich gegenseitig Geschichten zu erzählen. Die Medien beeinflussen uns mittlerweile so sehr, dass wir einander viel zu oft vergessen, obwohl wir doch gerade nebeneinander sitzen. Vorlesen aber schafft eine Verbindung untereinander, da man auf eine ganz besondere Weise miteinander kommuniziert.

Tanja, ich danke Dir sehr für dieses Einstandsinterview und freue mich sehr auf unsere Zusammenarbeit.

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